Wirtschaftsinformatik-Studium

Was ist Wirtschaftsinformatik und für wen eignet sich das Studium

Mann analysiert Daten auf Monitoren für Wirtschaftsinformatik

Was ist Wirtschaftsinformatik? Kurz gesagt: Wirtschaftsinformatik (oft „WI“) beschäftigt sich mit der Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft und mit der Entwicklung und Anwendung von Informations- und Kommunikationssystemen in Unternehmen.

Warum das zählt? Weil fast jede Organisation gerade vor derselben Kernfrage steht: Wie nutzen wir Daten, Systeme und Technologie so, dass Prozesse besser laufen, Kunden und Kundinnen zufriedener sind und Entscheidungen schneller und fundierter werden? Genau an dieser Schnittstelle entsteht enormer Bedarf an Leuten, die Business und IT gleichermaßen verstehen.

Wie verbindet ein Wirtschaftsinformatikstudium technische und betriebswirtschaftliche Themen?

Ein IT und Wirtschaft Studium (genau das ist Wirtschaftsinformatik) kombiniert zwei Blickwinkel:

  • den IT-Blick (Systeme, Daten, Software, Architektur, Sicherheit, Schnittstellen)
  • den Business-Blick (Prozesse, Ziele, Kosten/Nutzen, Organisation, Kundennutzen)

Wirtschaftsinformatik hat eine Schnittstellenfunktion zwischen Informatik und anwendungsorientierter betriebswirtschaftlicher Perspektive. In der Praxis heißt das: Du lernst, Anforderungen aus dem wirtschaftlichen Bereich so zu „übersetzen“, dass IT-Lösungen entstehen, die wirklich funktionieren, sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Genau deshalb sind Rollen wie Business Analystin oder IT-Business-Analyst so typisch: Sie vermitteln zwischen Strategie, Prozessen und Umsetzung.

Welche Fähigkeiten und Interessen passen besonders gut zu einem Wirtschaftsinformatik-Studium?

Ein Wirtschaftsinformatik-Studium ist ideal, wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiederfindest:

  • Du magst logisches Denken und Struktur, willst Probleme sauber auseinandernehmen und Lösungen bauen.
  • Du interessierst dich für digitale Systeme und Daten, musst aber nicht „hardcore Coder“ sein, um einzusteigen.
  • Du willst verstehen, wie Unternehmen ticken (Prozesse, Entscheidungen, Wertschöpfung). Nicht nur Technik um der Technik willen.
  • Du kommunizierst gerne zwischen Welten, erklärst komplexe Dinge verständlich und kannst Anforderungen präzise machen.
  • Du hast Lust auf unternehmensbezogene Praxisnähe: analysieren, verbessern, einführen, testen, messen.

Als gute Faustregel kann gelten, dass die Wirtschaftsinformatik etwas für dich ist, wenn dich sowohl die Frage „Wie läuft ein Prozess?“ als auch „Wie löst das ein System?“ reizt.

Wie relevant sind Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsinformatikerinnen in der Berufswelt und welche Perspektiven gibt es?

Der Wirtschaftsinformatik-Beruf gilt als ausgesprochen zukunftsrelevant, weil Unternehmen digitale Projekte nicht nur starten, sondern dauerhaft betreiben und weiterentwickeln müssen. Informationssysteme wollen eingeführt, Daten nutzbar gemacht und Prozesse automatisiert werden. IT-Landschaften müssen fortlaufen modernisiert werden, um entsprechende Sicherheit zu gewährleisten. Das deckt sich auch mit typischen Aufgabenbeschreibungen von Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsinformatikerinnen. Sie entwickeln und betreuen betriebliche Informationssysteme und arbeiten an Anwendungen und Systemen im Unternehmenskontext (siehe auch "Wirtschaftsinformatik Berufsaussichten").

Berufliche Einsatzfelder sind zum Beispiel:

  • Business/IT-Analyse & Prozessmanagement (z. B. Business Analyst, Requirements Engineer)
  • IT-Consulting & Projektmanagement (Schnittstelle Kundenseite/Fachbereiche/IT)
  • Data & Digital Roles (Daten verstehen, auswerten, für Entscheidungen nutzbar machen)
  • Systemeinführung & Betrieb (ERP/CRM, Schnittstellen, Rollouts, Optimierung)

Kurz: Wer Wirtschaft und IT zusammen denken kann, sitzt oft an genau den Stellen im Unternehmen, an denen Digitalisierung wirklich entschieden und umgesetzt wird.

Business-Analyst schaut auf Laptop

Was können Studierende im PFH-Programm erwarten – und was macht es besonders?

Wenn du ein Wirtschaftsinformatik-Studium suchst, das sich in den Alltag integrieren lässt, positionieren wir unseren Bachelor so: online, berufsbegleitend und NC-frei. Ausgestattet mit Infos zu Voraussetzungen, Kosten und Karrierewegen direkt auf der Programmseite. Zusätzlich ist unser Fernstudium allgemein flexibel, berufsbegleitend und um freie Lernzeiten und Ortsunabhängigkeit strukturiert.

Auch beim Zeitmodell gibt es im PFH-Kontext flexible Optionen: Studieninteressierte können im Bachelor-Fernstudium zwischen 6, 8 und 10 Semestern wählen (je nach Modell). Für den Bachelor im Wirtschaftsinformatik-Fernstudium sind Zeiträume von 36 bis 60 Monaten üblich. Entsprechend der geplanten Dauer deines Studiums passen sich dabei selbstverständlich auch die Beiträge dynamisch an. 

Wenn du also nicht Vollzeit „alles stehen und liegen lassen“ kannst oder willst, ist das ein klarer Pluspunkt: Du kannst das Studium so takten, dass es zu Job, Familie oder anderen Verpflichtungen passt, ohne auf einen anerkannten akademischen Abschluss zu verzichten (siehe dazu auch unser "Interview mit PFH-Studentin Ann-Kathrin")

Fazit: Für wen eignet sich Wirtschaftsinformatik besonders?

Wenn du dir schon öfter gedacht hast: „Ich will nicht nur IT“ oder „Ich will nicht nur BWL“, dann ist genau das der Kern: Wirtschaftsinformatik ist ein Brückenfach zwischen Technologie und Business.

Wenn du jetzt gerade googelst „was ist Wirtschaftsinformatik“ oder ob ein IT und Wirtschaft Studium zu dir passt: Schau dir unser Angebot gezielt an. Vor allem, wenn dir berufsbegleitendes Lernen, NC-Freiheit und flexible Zeitmodelle wichtig sind.

Nächster sinnvoller Schritt: Öffne die PFH-Programmseite, prüfe Zeitmodell und Kostenrahmen und entscheide dann, ob du dein Profil in Richtung Digitalisierung, Daten und Geschäftsprozesse aufbauen willst. Genau dort wird der Wirtschaftsinformatik Beruf in den nächsten Jahren weiterwachsen. 

Statistiken

  1. Große IT-Fachkräftelücke: 2025 waren in Deutschland rund 109.000 IT-Stellen unbesetzt (2023: 149.000, Rekordwert). https://www.bitkom.org/sites/main/files/2026-01/bitkom-studienbericht-it-fachkraefte-2025.pdf
  2. IT-Stellen bleiben lange vakant: Im Durchschnitt dauert es 7,7 Monate, bis eine IT-Stelle besetzt werden kann. https://www.bitkom.org/sites/main/files/2026-01/bitkom-studienbericht-it-fachkraefte-2025.pdf 
  3. Gute Verdienstperspektive im IKT-Bereich: Das Medianentgelt 2024 lag bei Informatik- und übrigen IKT-Berufen bei 5.907 € (monatlich, Vollzeit). (Quelle: BA „Analyse zur Entgeltstatistik 2024“) https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Fachstatistiken/Beschaeftigung/Generische-Publikationen/Blickpunkt-Arbeitsmarkt-Analyse-zur-Entgeltstatistik.pdf?__blob=publicationFile 

Zusammenfassung des Artikels

  • Was ist Wirtschaftsinformatik? Schnittstelle zwischen IT und Wirtschaft – Digitalisierung verstehen und gestalten.
  • Kombination aus technischen Grundlagen und betriebswirtschaftlichem Denken (Prozesse, Systeme, Daten).
  • Geeignet für alle, die logisch denken, gern Probleme lösen und zwischen Fachbereich & IT vermitteln.
  • Hohe Karriere-Relevanz: Rollen in IT-Consulting, Business Analysis, Projektmanagement, Prozess-/Systemmanagement.
  • PFH-Programm: flexibles Fernstudium, NC-frei, berufsbegleitend – mit klaren Infos zu Ablauf und Anforderungen.